Allerlei aus den letzten Tagen

Bücher Bestellungen gleich ausführen oder zumindest verursachen.Erkenntnisse aus Turnen, auf wie viele Arten man sich Gedanken über Bewegungen machen kann.

Sport, Erschöpfung, Erholung, mentaler Kontext und Lernressourcen

Abwechslung, Ruhe oder keine Aktivität in den Lernpausen

Lernphasen vernünftige Länge mit nur kurzen Pausen (ausreichen regelmäßig), wie diesen Vorsatz in Erinnerung behalten. Musik als Konzentrationshilfe oder Ablenkung, Einfluss auf Durchhaltevermögen.

Neuer Aktionsplan Seminarvortrag.

Arbeit, die Pflicht meine Ideen einzubringen – das was sonst keiner kann. Fertige Prozesse ausführen kann auch jeder andere – Nonkonformisten nehmen nicht einfach den Default wie er gegeben wird sondern hinterfragen ihn und entscheiden sich evtl anders.

Die alte Frage nach Spezialisierung

Warum Universität für mich keinen Sinn mehr macht und unter welchen Umtänden sie es täte

Charismatischer und sicherer die eigenen Entscheidungen und Sichtweisen vertreten, dann zieht die eigene Einzigartigkeit andere Menschen in den Bann und schafft ein neues soziales Umfeld, statt zu isolieren.
Mir ist aufgefallen, dass es viele Bücher gibt, die ich gerne parat hätte, die ich mir auch irgendwo notiert habe, aber die ich noch nicht bestellt habe und die ich womöglich auch nicht in die nächste Bestellung aufnehme. Es ist gut, dass ich zumindest schon dazu übergegangen bin diese Wünsche in eine zentrale Liste aufzunehmen. Wenn man mehrere Notiztools und die Foto und Screenshot Sammlung durchgehen muss macht das die Sache komplizierter – Disziplin zum einheitlichen Ort.

Ein weiteres Prinzip von mir, das dabei zum Tragen kommt ist es Entscheidungen nur einmal Treffen zu müssen. Entscheide ich, dass es sich auf jeden Fall lohnt das Buch zu holen, sollte ich es auch so kennzeichnen und bei der nächsten Bestellung nicht mehr groß überlegen, das beschleunigt die Sache auch. Viele Bücher können aber auch als “bei Gelegenheit und Lust” auf der Liste bleiben, als mögliche Weihnachtsgeschenke oder ähnlich.
Beim Turnen hat Patrick den Rückwärtssalto noch einmal für Christopher und mich erklärt. Mir fällt immer wieder auf, wie viele Details die richtige Bewegung ausmachen (natürlich gibt es viele richtige Bewegungen, auch einige Elemente sind in jeder Variante falsch). Etwa, dass man den Körper nicht schon während dem Anschub biegt, sonst entweicht die Kraft. In welche Richtung gehen Schultern und Brust, wohin zeigt der Kopf, was macht die Hüfte, wie lange schiebt man mit dem Bein an, schwingt das andere Bein, wann zieht man sich zusammen.

Es mag überraschen, aber vieles im Sport lernt man viel schneller, wenn man es zuerst im Kopf lernt und auch beim Training immer wieder überdenkt.
Eine andere Feststellung, die ich mit einigem Bedauern machen musste, ist, dass Sport der Uni durchaus im Weg steht. Es gibt sicher ein Maß, in dem Sport gesund, erholsam und ein guter Ausgleich ist. Turnen ist von der Dauer da schon etwas drüber, aber die eigentliche Zeit geht in den nächsten zwei Tagen drauf, wenn der Körper mehr Schlaf braucht und trotzdem schlapp ist. Diese Maß an Sport ist Überforderung, Selbstzweck und fordert mehr Kapazität ein als sie erschafft. Ich muss es deshalb nicht aufgeben – ich darf auch Hobbies haben. Über den Konflikt und die Wechselwirkungen muss ich mir aber klar sein und evtl zwingt das dann auch dazu sich für weniger zu entscheiden.
Einen etwas kleinerer Effekt will ich mentalen Kontext nennen. In den letzten Tagen vor einer Prüfung gibt es so wenige Kontexte wie sonst nie. Man hat es immerzu im Hinterkopf, die Prüfung. Bei jedem Tätigkeitswechsel findet man sich auch schnell in das neue Umfeld ein. Beim Sport will ich bestimmte Tricks lernen, mir was von den anderen abschauen, evtl Leute beeindrucken (so bin ich nunmal auch). Fange ich an in der Wohnung etwas zu arbeiten, will ich möglichst viele Aufgaben auf meiner Liste erledigen, die Fenster sollen sauber, die Küche ordentlich und die Raumwirkung gemütlich sein.

Im Detailmodus sind nur die Ziele des aktuellen Kontext wichtig, man vergisst dabei schnell, das diese nur eine kurze Pause von einer größeren Aufgabe sein sollte. Darin sehe ich eine Gefahr. 

Einmal kann man probieren diese Wichtigkeitsverzerrung zu verhindern. Andererseits sollte man sich manchmal fragen ob man wirklich etwas Neues anfangen soll, denn wie schon einer der angenehmsten Lebensweisheiten sagt: Die meisten Probleme lösen sich ganz von selbst, wenn man nichts tut.
Sollte man also in seinen Lernpausen geistlos durchs Zimmer laufen, statt auchmal im Haushalt anzupacken? Das darf man sich dann letztlich doch spontan aussuchen. Wichtiger: wenn man sowieso enthusiastisch am Lernen ist, geht es nach jeder Art von Pause wieder schwungvoll weiter. Wichtig ist vor allem, das man sich im Geiste behält, dass die Welt in Ordnung ist, dass man die Aufgabe schaffen wird und dass man sich gut fühlen darf.

Ebenso: Es mag paradox klingen, aber man kann sich Mühe geben sich zu entspannen. Es fordert in diesem Moment mehr Konzentration und Aufmerksamkeitslenkung, hinterher ist man aber wieder kraftvoller.

Verlässliche Bewertungen und Dienstleister

Wissen ist auch dann wertvoll, wenn es frei verfügbar ist, denn es ist zeitaufwendig und oft mühselig es sich anzueignen, es kritisch zu prüfen – zu etwas Verlässlichem überzugehen. Allein schon ein Einkauf bei Amazon, bei dem es Qualitätsunterschiede geben kann braucht gut eine halbe Stunde. Man kann dem begegnen, indem man sich gut überlegt, was man überhaupt braucht oder bereit ist einen Aufpreis für verlässliche Marken zu zahlen. Darum geht es mir hier aber nicht. Für mich ist mein Bekanntenkreis ein Kontext in dem ich schon über Verlässlichkeit Bescheid weiß. Hier kann ich mich auf Empfehlungen verlassen und muss nicht dutzende davon lesen um zu einem Bild zu kommen. Diese Information muss zugänglicher werden. Bei Einkäufen von Waren und Dienstleistungen kann viel Zeit gespart werden. Außderdem schwebt mir eine Plattform vor, auf der ich meine kleinen Fähigkeiten liste: Notebook-Lüfter reinigen, iPhone 5 Akku wechseln, Fahrradreifen tauschen. Nicht immer muss man diese Dienstleistung einkaufen, manchmal kann einem auch ein Bekannter helfen.

Überlegungen zu selbstfahrenden Autos

Eine bezahlte Dienstleistung, kein Besitz

  • Da man sich nicht mit dem Kauf auf ein (möglichst vielseitiges) Auto festlegt, sondern jeweils nur die benötigte Dienstleistung einkauft, wird ein noch größerer Teil der Fahrten in besonders sparsamen, kompakten Autos erfolgen.
    Der Anbieter kann hier viel mehr optimieren, als eine Privatperson, die jedes zusätzliche Mieten vermeiden möchte.

Fahrzeug kann selbstständig an geeignete Orte fahren

  • Tiefgaragen sind weniger unpraktisch, da man nicht selbst mit hineinfahren muss. Dadurch besteht weniger Notwendigkeit für Parkraum am Straßenrand. Fortschrittliche Städte können diese Chance nutzen um verbreiterte Fußwege, Radwege oder Grünflächen zu schaffen.

Koordiniertes Verkehrsverhalten

  • Mehrere selbstfahrende Autos können sich in dicht hintereinander fahrende Pakete einordnen. Dadurch können automatisch Lücken geschaffen werden, die es Fußgängern erlauben die Straße zu überqueren und weniger Ampeln notwendig machen.

Wartezeiten, die nicht als solche erkannt werden

In Technologyreview war neulich ein Artikel darüber, dass viele Wartezeiten heute dank Technologie nicht mehr sein müssten. Statt dass beim Arzt immer mindestens drei Leute im Wartezimmer sitzen, könnte man benachrichtigt werden, wenn man der nächste ist, der drankommt. Zumindest könnte man sich so noch in der Umgebung aufhalten, statt die ganze Zeit im Wartezimmer sein zu müssen.

Auch vielerlei bürokratische Angelegenheiten sind reine Kommunikation und könnten problemlos digital erfolgen. Wobei mir hier Videokonferenzen vorschweben, bei denen man einer Warteliste entsprechend drankommt. Der Unterschied liegt darin, dass man bei sich zu Hause ist, statt in einem Wartezimmer, so kann man viel mehr machen. Außerdem müsste man dank Wartezeitschätzung und Aufruf per Smartwatch/-phone nicht mal vor dem Computer bleiben.

Falls Dokumente vorgelegt werden, könnte man zum Beispiel selbst ein Kartenlesegerät vor Ort haben. Außerdem könnte man das Recht übertragen Daten bei der ausstellenden Behörde einzusehen. Zum Beispiel funktionieren Studienbescheinigungen oft so, dass ein Link auf die Universität verweißt, wo der Studierendenstatus angezeigt wird.

Bisher gibt es ja auch Kontaktmöglichkeiten aus der Ferne, sie sind nur noch nicht gleichwertig. Bei Telefonaten führt die fehlende Warteschleife dazu, dass oft Leute vor Ort unterbrochen werden, daher werden Telefonate kurz gehalten. Man hat nicht den zeitlichen Raum um alles Fragen zu klären. E-Mails werden häufig erst nach langer Zeit beantwortet. Außerdem kann es ein ziemlich langes hin- und her werden, wenn noch Dinge zu klären sind. Dass bei E-Mail die Angelegenheiten nicht direkt erledigt werden können ist ein Nachteil und auch eine mentale Bürde.

Nun ist die bisherige Perspektive aber einseitig auf die Privatpersonen bezogen. Worauf ich hinaus will und worauf auch schon der Titel hindeutet ist, dass es auch bei vielen Jobs noch unnötige Wartezeiten gibt.

Bei kleinen Geschäften etwa ist eine Großteil der Öffnungszeit ein reines vor Ort sein. Was, wenn man stattdessen nicht vor Ort ist und sich einfach nachträglich auf Video anschaut, ob die Kunden auch alle Waren am Bezahlterminal gescannt haben. Bezahlterminals halte ich generell für eine bessere Idee, als jemanden an der Kasse sitzen zu haben, sollten Menschen ihre Zeit wirklich mit derartig maschinellen Aufgaben verbringen?

Eine Fahrradwerkstatt könnte die Räder auch rund um die Uhr annehmen: Der Kunde schließt das Fahrrad an, wirft den Schlüssel in den Briefkasten und erklärt noch kurz an der Videokamera, was kaputt ist und was gemacht werden soll.

Die meißten Berufe, in denen es nicht Bestandteil ist auf den Kunden zu warten, sind auch jetzt schon ganz gut durchoptimiert. Interessant ist aber, dass Leute Wartezeiten bei der Arbeit nicht klar als solche erkennen, da sie für feste Zeit anwesend sein müssen. Es macht sicher Sinn sich weiter Gedanken zu machen, wann direkte Interaktion notwendig ist, wann sie zeitversetzt stattfinden kann und anhand welcher Kriterien man das erkennt.

Sichere Überweisungen im Messenger dank späterer Bestätigung

Ich habe neulich gehört, dass ein Messenger mobile payments derart integriert hat, dass man nur einen Betrag in eine Nachricht schreiben muss und dieser dann dem Empfänger überwiesen wird.

Traditionelles Geld ist oft viel zu unflexibel. Man denke nur daran, wie oft man schon unter Freunden kleine Schulden nicht begleichen konnte, weil passender Betrag/ Wechselgeld fehlten.
Neue unkomplizierte Ansätze haben also durchaus ihre Berechtigung.

Folgendermaßen würde ich die Methode sicherer machen:
Statt einer direkten Zahlung erstellt man im Messenger nur Anfragen, die man bei seinem nächsten login bei Paypal/ Bank noch bestätigen muss. Damit auch der Empfänger weiß, ob die Zahlung letztlich getätigt wurde wird auch er über die Überweisungsabsicht informiert und auch benachrichtigt, falls ein beabsichtigte Zahlung abgebrochen wurde.

Zusätzlich oder alternativ könnte man festlegen an welche Empfänger überwiesen werden darf und diese Festlegung einen zusätzlichen Login erfordern.
Außerdem könnte man einzelne oder tägliche Schranken für die Überweisungsbeträge festlegen.

Ein Umweg zu fair bezahlten Nähern

Vielen Menschen ist es wichtig, dass die Güter, die sie konsumieren, fair hergestellt wurden. Dem zum Trotz ist dies in vielen Produktkategorien aber selten der Fall. Textilien sind ein typisches Beispiel: Jeder weiß, dass die Näher schlecht bezahlt werden und ist dagegen, dennoch tut sich wenig.

Warum ist das so?
Bleiben wir beim genannten Beispiel. Wer shoppen geht hat oft gar nicht die Wahl. Die Mehrzahl der Geschäfte führt gar keine faire produzierte Ware. Die wenigen Geschäfte die dies doch tun bieten nur wenig Auswahl und sind unverhältnismäßig teuer – man will scheinbar wohlhabende Bevölkerungsteile ansprechen, für die Altruismus auch als Statussymbol gilt.

Den meisten Menschen würden wohl am liebsten wie gewohnt in beliebigen Geschäften einkaufen und an der Kasse dazusagen, dass sie bereit sind einen Aufschlag zur fairen Entlohnung der Näher zu zahlen. Mir ist die Idee gekommen, dass sich darum eventuell ein separates Unternehmen kümmern könnte. Man würde etwa in einer App den Kassenzettel abfotografieren, woraufhin der Dienst 10% des Kaufpreises vom Konto abbucht und letztendlich an die Näher ausschüttet.
Durch diese Entkoppelung können die Modemarken ihre Ware weiterhin zu konkurrenzfähigen Preisen anbieten und haben kaum zusätzliche Arbeit. Die Kunden werden in ihrer Auswahl nicht eingeschränkt und können also auch günstige Kleidung mit guten Gewissen kaufen. Durch die Lösung per App und Einzugsermächtigung bleibt der Komfort erhalten.
Weitere Probleme, wie Giftstoffe, Umweltbelastung usw. bleiben, die Textilindustrie wäre damit aber ein bisschen besser.
Höchstwahrscheinlich gibt es schon ähnliche Ansätze und ich hoffe, sie werden auch umgesetzt.

Hier noch ein paar Überlegungen zu möglichen Details:

  • Der Dienst würde mit den Modemarken kooperieren, um an die Näher heranzukommen. Die Ausschüttung sollte aber separat erfolgen.
  • Kooperierende Modeunternehmen sollten zusichern, die Löhne nicht unter Marktniveau zu senken, damit die Wohltat wirklich den Nähern zugute kommt.
  • Ist ein Unternehmen noch kein Kooperationspartner sollten Nutzer wählen können, ob in diesem Fall entweder, kein Geld eingebucht werden soll oder das Geld über einen allgemeinen Topf ausgeschüttet werden soll.
  • In Modegeschäften könnte auf die Option hingewiesen werden, wodurch diese auch ihr Image verbessern können.